COZU

2017. Competition. Sport facilities in Zurich. With Alice Berthoud and Jackob Loock

Ort

Die Sportanlage befindet sich an einem Ort, wo sich der ländliche und der städtische Raum überschneiden.

Sie ist umgeben von einem Grünraum, welcher bezeichnend ist für den suburban geprägten Stadtrand Zürichs, wo sich Stadt und Natur auf höfliche Weise berühren. In Anbetracht dieser mehrdeutigen Situation stellt sich die Frage des architektonischen Ausdrucks des neuen Garderoben- und Clubgebäudes.

Die Gegenwart des Waldes und die sanfte Topographie schaffen eine ruhige Atmosphäre, welche man nur ungern stören möchte. Das Projekt stärkt die Qualitäten des Ortes durch einen Dialog der vorgefundenen Elemente.

Raum und öffentlicher Raum

Das Projekt charakterisiert sich durch eine Reduzierung der Grundfläche und durch eine Aufwertung der Restflächen. Die im Raumprogramm nahegelegte Trennung zwischen den Sportanlagen und den öffentlichen Funktionen wird wörtlich umgesetzt durch eine Aufteilung des Programms auf zwei Gebäude welche sich präzis in den L-förmigen Bauplatz einfügen.

Die grossen Bäume strukturieren durch ihre markante Präsenz den öffentlichen Raum, der sich zwischen den beiden Gebäuden aufspannt und sich bis auf die Dachterrasse des Restaurants erstreckt. Die Vegetation spielt eine wichtige Rolle als Filter zwischen den verschieden Aktivitäten der Anlage. Verborgen hinter den Bäumen tritt der Fussballspieler aus der Garderobe auf das Spielfeld, während die Besucher des Restaurants ungestört bleiben.

Die Dächer der beiden Gebäude sind vollständig begehbar und bieten grosszügige Aussenräume. Das Hauptspielfeld wird von der Terrasse des Restaurants überblickt, während sich vom begrünten Dach des Garderobengebäudes eine hervorragende Sicht auf die Geschehnisse der anderen Spielfelder im Osten bietet. Ein Holzsteg welcher die Dachterrasse des Garderobengebäudes umgibt lädt zum Verweilen und Zuschauen ein.

Präsenz

Die Fassaden beider Gebäude sprechen eine ähnliche architektonische Sprache. Durch die Repetition der vertikalen hölzernen Fassadenelemente wird ein gemeinsamer Syntax etabliert, welcher eine einheitliche Lesart des öffentlichen Raumes ermöglicht. Die strukturierte Fassade begleitet die in beiden Gebäuden peripher angeordnete Erschliessung.

Grundrisse

Der spezifisch linearen Funktionsweise der Garderobe wird Rechnung getragen durch eine konzentrische Anordnung des Grundrisses, mit einer peripheren Erschliessung. Diese räumliche Lösung versetzt die Fussballspieler in eine ruhige Umgebung während sie sich in das Gebäude hinein bewegen. Die Anordnung ermöglicht eine totale Intimität der Umkleidekabinen. Von der Mitte des Gebäudes her, durch eine Zentrale Öffnung, werden de Duschen in sanftes Licht getaucht.

Auch das Restaurant ist gegliedert durch eine linearen Anordnung der Funktionen. Diese nüchterne Organisation ist bedingt durch die Notwendigkeit, Teile des Programms von Aussen zugänglich zu machen. Das Restaurant selbst, die Terrasse davor, sowie die Dachterrasse bilden eine funktionelle Dreiheit.

Nachhaltigkeit

Durch die Kompaktheit der Volumen und die partielle Versenkung des Garderobengebäudes, werden gute energetische Voraussetzungen gelegt für das Erreichen des Minergie-P Eco Labels. Nachhaltige Baumaterialien wie Holz und Beton mit rezyklierten Gesteinskörnungen verbessern die Ökobilanz des Gebäudes. Die südliche Verglasung der Fassaden bietet solare Gewinne im Winter, während textile Storen im Sommer vor Überhitzung schützen. Mittels Solarenergie wird die vollständige Deckung des energetischen Bedarfs angestrebt.

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